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Zinsertrag - Alles zum Thema Zinsen
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Festgeld als Geldanlage

Hohe Zinsen, berechenbare Rendite, feste Laufzeiten. Diese Eigenschaften machen Festgeld als Geldanlage bei Anlegern beliebt, die auf eine vorher vertraglich festgelegte Zeit auf das angelegte Kapital verzichten können. Genau dieser Aspekt ist der elementare Unterschied zu Tagesgeld, die Flexibilität. Eine Festgeldanlage wird in der Regel über mehrere Monate oder Jahre getätigt. Die beliebtesten Laufzeiten betragen derzeit zwischen zwei und vier Jahre. Auch längere Laufzeiten bis zu 10 Jahren werden durchaus angeboten. Festgeld eignet sich daher auch als private Altersvorsorge. Während des gesamten Anlagezeitraumes kann der Anleger nicht über das Geld verfügen. Besonders im Falle von kurzfristigen finanziellen Engpässen kann dieser Aspekt schnell zu einem Problem werden. Daher sollte im Vorfeld genau überdacht werden, wieviel von den liquiden Mitteln tatsächlich in eine Festgeldanlage angelegt wird. Im Zweifel kann es Sinn machen, einen geringeren Betrag zu wählen und das übrige Geld auf einem flexiblen und täglich verfügbaren Tagesgeldkonto anzulegen.

Dafür das der Anleger sein Geld für einen gewissen Zeitraum "wegsperrt", erhält er von der Bank grundsätzlich höheren Zinsen als wie für Tagesgeld oder sonstige Geldmarktkonten. Die Banken können fest mit dem angelegten Geld planen und eigenständig damit arbeiten, um höhere Renditen zu erzielen. Diese Sicherheit wird demnach mit etwas höheren Zinsen belohnt. Gelder auf Tagesgeldkonten können theoretisch binnen kürzester Zeit von allen Anlegern abgezogen werden, das für die betreffende Bank je nach Liquiditätslage zu einem Problem werden könnte. Banken arbeiten mit dem Geld Ihrer Kunden und sind somit auf eine gewisse Sicherheit angewiesen. Nachdem Sie sich für eine Geldanlage in Festgeld entschieden haben, sollten Sie darauf achten, rechtzeitig eine Kündigung auszusprechen. Vielen Banken legen das Geld automatisch wieder zu dem dann gültigen Zinssatz an. Je nach Veränderung der Marktsituation könnte das nachteilig für den Anleger sein.

Wie auch bei Tagesgeld fallen für eine Festgeldanlage keine Kosten an. Die Kontoeröffnung erfolgt kostenfrei über das Internet oder in einer Filiale, die Kontoführung ist auch dauerhaft mit keinen Gebühren verbunden. Somit können Sie schon im Vorfeld der Geldanlage eine exakte Berechnung der Rendite vornehmen. Nutzen Sie dafür unseren ausführlichen Festgeld-Rechner. Die Kontoeröffnung eines Festgeldkontos erfolgt in der Regel erst nach Eingang des Anlagebetrages. Nach dem Versand der Antragpapiere werden Sie von der Bank aufgefordert, den gewünschten Betrag auf eine dafür vorgesehene Bankverbindung zu überweisen. Nach Eingang des Geldes beginnt der Anlagezeitraum sofort. Sobald die Festgeldanlage ausgelaufen ist und rechtzeitig gekündigt wurde, wird Ihr Geld zuzüglich der erwirtschafteten Zinsen unverzüglich auf Ihre Referenzbankverbindung angewiesen. Das Referenzkonto ist in den meisten Fällen das eigene Girokonto.

Festgeldzinsen werden von den Direktbanken und Banken in der Regel einmal im Jahr gutgeschrieben. Das bedeutet, bei einer Anlagedauer von mindestens 2 Jahren wird Zinseszins erwirtschaftet. Je nach Höhe des Anlagebetrages und der gewählten Laufzeit kann dieser Effekt einen sehr positiven Effekt auf die Rendite haben. Im Falle einer Festgeldanlage über wenige Monate ist eine Zinsgutschrift zum Ende der Laufzeit üblich. Einige wenige Banken schreiben die erwirtschafteten Zinsen einem zusätzlich eröffneten Tagesgeldkonto oder Verrechnungskonto gut. Im Falle dieser Handhabung entfällt der Zinseszins-Effekt. Fragen Sie bei Ihrer Bank zu diesem Thema nach.

Wie auch für Tagesgeld unterliegen Einlagen auf Festgeldkonten der Einlagensicherung. Die gesetzliche Einlagensicherung gilt für alle Banken in Deutschland und reicht bis 50.000 Euro pro Kunde und Bank. In der Praxis sichern Banken die Einlagen Ihrer Kunden aber in Höhe von Millionen oder sogar Milliarden ab. Lesen Sie dazu in unserem Themen-Spezial Einlagensicherung.

Infos - Festgeldzinsen

  • Feste Zinsen, hohe Rendite
  • Guthaben als Festgeld wird für einen fest definierten Zeitraum über Monate oder Jahre angelegt
  • Die Kontoeröffnung und Kontoführung ist grundsätzlich kostenfrei
  • Mindesteinlagen werden vorgeschrieben, in der Regel ab 2.500 oder 5.000 Euro Anlagesumme
  • Keine Erhöhung oder Senkung der angelegten Summe während des Anlagezeitraumes möglich
  • Kein Kapitalverlust durch Marktschwankungen möglich
  • Hohe Sicherheit wird durch die gesetzliche und freiwillige Einlagensicherung der Banken geboten
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