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Zinsertrag - Alles zum Thema Zinsen
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Zins-Lexikon

Abgeltungssteuer

Die Abgeltungssteuer ist eine Quellensteuer auf Einkünfte aus Zinsen, Dividenden, Erträgen aus Investmentfonds sowie Gewinnen aus Wertpapiergeschäften. Im Rahmen der Unternehmenssteuerreform 2008 eingeführt, ersetzt sie seit dem 01.01.2009 die ehemalige Kapitalertragsteuer. Die Abgeltungssteuer mit dem pauschalen Steuersatz in Höhe von 25 % wird direkt beim Kreditinstitut einbehalten und an das zuständige Finanzamt abgeführt. Damit entfällt ein hoher Verwaltungsaufwand bei den Ämtern, weil die besagten Einkünfte in der Steuererklärung damit bereits "abgegolten" sind und nicht mehr berücksichtigt werden müssen. Von den 25 % Abgeltungssteuer werden weiterhin 5,50 % Solidaritätszuschlag fällig sowie gegebenenfalls Kirchensteuer, sofern der Steuerpflichtige Mitglied ist (je nach Bundesland 8 bzw. 9 % auf die Abgeltungssteuer). Maximal ergibt das eine effektive Belastung in Höhe von 28,625 %. Nach wie vor kann jedoch bei den Kreditinstituten ein Freistellungsauftrag beantragt werden, der pro Person maximal 801 Euro bzw. für Ehegatten 1602 Euro beträgt. (Mehr dazu unter "Freistellungsauftrag")

Anlagebetrag

Unter dem Begriff Anlagebetrag versteht man die Summe Geld, welche für eine bestimmte Art der Geldanlage investiert wird. Mit Hilfe des Anlagebetrages und dem Zinssatz ist es möglich, die zu erwartende Rendite zu berechnen. Andersherum kann der Anlagebetrag ermittelt werden, wenn mit einem Zinssatz X eine bestimmte Rendite erwirtschaftet werden soll. Für Geldanlagen in Festgeld gibt es in der Regel so genannte Mindestanlagebeträge. Die angelegte Summe darf demnach nicht niedriger sein, als die von der Bank vorgeschriebene Grenze. Häufig liegt dieser Wert bei 2.500 oder 5.000 Euro. Für Tagesgeld und Einlagen aus Girokonten und Sparbüchern besteht natürlich kein Mindestanlagebetrag.

Anlagekonto

Ein Anlagekonto dient der Verwahrung von Wertpapieren bzw. Geldern die z.B. als Tagesgeld oder Festgeld angelegt sind. Es erfüllt keinen Zweck als Girokonto und kann damit nicht für den täglichen Zahlungsverkehr oder für Bargeldabhebungen genutzt werden. In der Regel gehört zu einem Anlagekonto auch ein Referenzkonto, das meistens das eigene Girokonto ist. Über dieses Referenzkonto werden die Einzahlungen aber vor allem die Auszahlungen abgewickelt.

Anlagezeitraum

Der Anlagezeitraum ist von Geldanlage zu Geldanlage unterschiedlich. Während beim so genannten Daytrading Aktien nur für wenige Stunden oder Tage gehalten werden, gibt es genauso Wertpapiere die erst nach Jahren wieder verkauft werden. Der Anlagezeitraum hängt bei Aktien also von verschiedenen Kriterien, vor allem jedoch der Strategie ab. Für täglich verfügbare Geldanlagen wie Tagesgeld spielt der Anlagezeitraum keine Rolle. Der Kunde entscheidet selber, wie lange er das Geld auf dem Konto belässt. Bei Festgeld wirkt sich der Anlagezeitraum entscheidend auf die Höhe der Zinsen aus. Festgeld wird immer für eine fest vereinbarte Laufzeit angelegt und ist während der Anlagedauer nicht verfügbar. Beträgt der Anlagezeitraum wenige Monate, ist der Zinssatz in der Regel deutlich schlechter als bei Anlagezeiträumen von 2 bis 10 Jahren. Die höheren Zinsen sind möglich, weil die Bank für den gewählten Zeitraum mit dem Geld rechnen und arbeiten kann. Mehr dazu auch auf der Seite Festgeld Info.

Direktbank

Der Unterschied zwischen herkömmlichen Banken und Direktbanken liegt im Wesentlichen bei der Betreuung der Kunden. Direktbanken verfügen in der Regel über kein eigenes Filialnetz und betreuen ihre Kunden somit nicht persönlich vor Ort. Beratung und Service werden vollständig über das Internet und Telefon abgewickelt. Vor allem junge Bankkunden kommen gut mit Online-Banking zurecht und besuchen eine Bankfiliale nur für die Kontoeröffnung selbst. Auf Grund der immer höheren Akzeptanz von Online-Banking steigt auch die Anzahl an Kunden von Direktbanken stetig an. Einige größere Filialbanken haben bereits mit der Schließung erster Filialen begonnen, um Kosten einzusparen und konkurrenzfähig zu sein. Direktbanken können ihren Kunden nämlich sehr gute Konditionen anbieten, weil sie geringere Kosten für Personal und Miete haben. Das zeichnet sich z.B. in höheren Zinsen auf Spareinlagen und wegfallenden Kontoführungsgebühren ab. Viele Direktbanken bietet ihren Kunden unabhängig von Alter und Vermögen ein kostenloses Girokonto mit Kreditkarte an. Die bekanntesten Großbanken verlangen von Kunden die keine Schüler oder Studenten mehr sind in der Regel immer noch Gebühren. Die höhere Akzeptanz von Direktbanken wird auch dadurch gefördert, das Kunden sich informieren und keine Sicherheitsbedenken mehr haben. Die Einlagen bei Direktbanken sind durch die gesetzliche Einlagensicherung bis zu einer Höhe von 50.000 Euro geschützt. Darüber hinaus sichern fast alle Banken die Einlagen ihrer Kunden durch private Sicherungssystem in Millionenhöhe ab.

Effektiv-Rendite

Als sogenannte Effektiv-Rendite bezeichnet man die tatsächliche Rendite welche aus einer Investition resultieren kann. Die Effektiv-Rendite wird jährlich gemessen und und inkludiert ebenfalls Erträge aus Zinseszinsen und zeigt dem Anleger welcher Betrag insgesamt erwirtschaftet werden kann.

Einlagensicherung

Für jeden Anleger sind die Rahmenbedingungen und die Sicherheit des angelegten Vermögens ein wichtiger Aspekt wenn eine Investition getätigt wird. Der deutsche Staat schützt Anleger durch die staatliche Einlagensicherung. Zuerst betrug diese 20.000? und lediglich 90% des angelegten Vermögens. Dieser Betrag wurde zurückgezahlt bei Insolvenz des jeweiligen Kreditinstituts. Die Europäische Union hatte diesen Betrag 2009 auf 50.000 Euro und aktuell im Jahr 2010 sogar auf 100.000 Euro erhöht. So wird unabhängig bei welchem Kreditinstitut Sie eine Anlage tätigen ein erheblicher Anteil vom Staat geschützt. Nach der weltweiten Finanzkrise, die 2007 begann, bieten derzeit der Großteil aller Banken eine private Einlagensicherung an. So werden durch Einlagensicherungsfonds weitaus größere Summen als durch die staatliche Einlagensicherung geschützt und bieten dem Anleger ein hohes Maß an Sicherheit.

Einlagensicherungsfonds

Einlagensicherungsfonds sind eine Methode der Einlagensicherung und sie ermöglichen Kreditinstituten dem Kunden hohe Summen im Falle einer Insolvenz zurückzuerstatten. So schließen sich mehrere Banken einer Bankengruppe einem Einlagensicherungsfond an und zahlen jährlich eine Summe ein, die von dem Gewinn und der generellen Zahlungsfähigkeit der Banken abhängt. So können dem Anleger sehr hohe Summen garantiert werden. Der Kunde kann sein Geld sicher anlegen und geht ein geringeres Risiko ein. Die staatliche Einlagensicherung beträgt 100.000 Euro nach neuester EU-Richtlinie und fällt meist geringer als die private der Banken aus.

Festgeld

Eine besonders beliebte Form der Geldanlage ist Festgeld. Der Kunde legt einen gewissen Betrag auf einem Festgeldkonto an, welches mit einem beliebigen Zinssatz versehen ist. Eine Festgeldanlage wird normalerweise über einen festen Zeitraum mit einem im Vorhinein festgelegten Zinssatz getätigt. Dieser Zinssatz kann sehr attraktiv sein, da der Kunde über den vertraglich vereinbarten Zeitraum nicht über das Vermögen verfügen kann. Wenn der Kunde trotzdem über das Geld verfügen will, aufgrund eines finanziellen Engpasses oder anderen Gründen, muss dieser einen Vorschusszins zahlen. Das bedeutet, dass der Zinserlös für die verringerte Laufzeit bzw. für die verringerte Geldsumme im Vorhinein bezahlt werden muss und der Kunde der Bank somit den Verlust erstattet. Ein Festgeldkonto wird meist mit einer sehr hohen Einlagensicherung bedacht und bedeutet kaum ein Risiko für den Anleger.

Freistellungsauftrag für Kapitalerträge

Ein Freistellungsauftrag für Kapitalerträge kann von jedem Kunden einer Bank beantragt werden und befreit alle Einkünfte die nicht höher als der Sparerfreibetrag von 801 Euro sind von der Abgeltungssteuer. Dieser Auftrag ist kostenfrei. Der Sparerfreibetrag stellt sich aus dem Freibetrag von 750 Euro und einer Pauschale für Werbekosten von 51 Euro zusammen. Wenn ein eheliches Verhältnis der Fall sein sollte, verdoppelt sich der Betrag auf 1602 Euro. Wenn dieser Freistellungsauftrag nicht erteilt wird überträgt das zuständige Kreditinstitut automatisch 25% des Ertrages sowie den Solidaritätszuschlag und wenn zutreffend auch die Kirchensteuer an das Finanzamt.

Geldanlage (kurzfristig)

Die Kreditinstitute bieten zahlreiche Formen der Geldanlage an mit unterschiedlichen Bedingungen. Wenn Sie Ihr Vermögen nur für eine kurze Zeit anlegen wollen bieten sich Ihnen diverse Möglichkeiten. Zu diesen gehören Tagesgeldkonten, Girokonten und Geldmarktfonds. Alle diese Formen der Geldanlage zeichnen sich durch flexible Verfügbarkeit und guten Zinssätzen aus. Auch die Sicherheit wird durch staatliche Einlagensicherung sowie privater Einlagensicherungsfonds gewährleistet. Die beliebteste Form der kurzfristigen Geldanlage sind Tagesgeldkonten.

Geldanlage (langfristig)

Eine langfristige Geldanlage ist im Gegensatz zur kurzfristigen weniger flexibel, kann dafür aber ertragreicher sein. Eine populäre Form der langfristigen Geldanlage sind Festgeldkonten. Sie versprechen hohe Zinssätze, sind aber mit festen Laufzeiten und eingeschränkter Verfügbarkeit verbunden. Der Kunde sollte sich also sicher sein welchen Betrag er für den festgelegten Zeitraum anlegen möchte. Wenn ein vorzeitiger Zugriff nötig seien sollte muss der Kunde dies durch Vorschusszinsen erkaufen. Langfristige Geldanlagen sind meist sehr sicher, die Höhe der Einlagensicherung ist hier sehr hoch und garantiert somit dem Kunden den Erhalt seines Vermögens.

Inflation

Als Inflation bezeichnet man die Entwicklung der Lebenshaltungskosten innerhalb eines bestimmt abgemessenen Zeitraums. Inflation wird auch als Teuerungsrate bezeichnet. Gemessen wird die Inflation durch das statistische Bundesamt, welches eine repräsentative Menge aus Gütern und Dienstleistungen betrachtet und deren Preisniveau prüft. Dieses Preisniveau wird dann mit dem der Vergangenheit verglichen und der Anstieg prozentual erfasst. So zeigt die Inflation im Endeffekt inwiefern sich Kaufoptionen verändern mit der identischen Summe Geld zu zwei verschiedenen Zeitpunkten.

Kapitalerträge

Als Aktienbesitzer erhält man Dividenden, besitzt man einen Investmentfond erhält man Ausschüttungen und tätigt man eine Geldanlage wie beispielsweise Tagesgeldkonten, werden Zinsen ausgezahlt. Alle diese Einkünfte bezeichnet man als Kapitalerträge. Kapitalerträge sind auch in den deutschen Einkommensteuergesetzen vertreten und sind mit der Einkommensteuer versehen. Seit Januar 2009 heißt diese Einkommensteuer Abgeltungssteuer. Befreit werden von dieser Steuer kann der Sparerfreibetrag.

Kontoführungsgebühren

Bei Eröffnung eines Tagesgeldkontos, Festgeldkontos oder Girokontos ist es immer wichtig darauf zu achten wie hoch die Kontoführungsgebühren sind. Heutzutage sind jedoch die meisten Anlageformen von Kontoführungsgebühren befreit, dies ist durch den Wettbewerb zwischen den Banken zu erklären. Teilweise bieten Banken jedoch auch bessere Zinssätze mit Kontoführungsgebühren an, hier ist es wichtig sich den letztendlichen Ertrag vorher auszurechnen. Die meisten Girokonten sind gebührenfrei oder verlangen die Nutzung des Girokontos als Gehaltskonto.

Kündigungsfrist

Eine Kündigungsfrist sollte vom Kunden immer gewissenhaft bedacht werden. Bei Abschluss einer Geldanlage oder der Eröffnung eines Kontos sollte vorher immer die Kündigungsfrist erfragt und beachtet werden. Kündigungsfristen von 3 Monaten sind gesetzlich für Spareinlagen vorgesehen. In manchen Fällen gehen die Kreditinstitute auch auf eine vorzeitige Kündigung ein, bei Zahlung von Vorschusszinsen. Wichtig bei Festgeld oder Tagesgeldanlagen ist, dass bei einer verpassten Kündigung sich die Anlagedauer automatisch verlängern kann und zwar mit dem vorher vereinbarten Zinssatz, dieser kann schlechter sein als der aktuelle.

Mindesteinlage

Um die Renditen und einen gewissen Spielraum für sich zu erhalten, verlangen viele Kreditinstitute eine Mindesteinlage. Diese ist ein Betrag, der während der kompletten vereinbarten Laufzeit auf dem Konto verbleiben muss. So ist die uneingeschränkte Verfügbarkeit eines Tagesgeldkontos weniger gegeben. Oft richtet sich auch ein Zinssatz nach der Höhe der Einlage. Das bedeutet, dass ab einem gewissen angelegten Betrag der Zinssatz steigt.

Maximaleinlage

Eine Maximaleinlage beschreibt einen maximalen Betrag der auf einem Konto angelegt werden darf. Eine eher seltene Maßnahme der Kreditinstitute. Manchmal wird eine Maximaleinlage jedoch auch durch die Zinsstaffelung vorgegeben. So sinkt der Zinssatz ab einem bestimmten Anlagebetrag erheblich und macht die Anlage weniger attraktiv. Um eine Maximaleinlage zu umgehen lohnt es sich mehrere Konten bei verschiedenen Kreditinstituten zu eröffnen.

Rendite

Die Rendite ist der wichtigste Aspekt für den Anleger bei einer Geldanlage. Sie wird in Prozent angegeben und errechnet den voraussichtlich zu erwirtschaftenden Betrag über den festgelegten Zeitraum und Zinssatz. Viele Kreditinstitute bieten auf ihren Webseiten Rechner an mit welchen der Kunde sich die mögliche Rendite selbst anzeigen lassen kann.

Referenzkonto

Ein Referenzkonto wird parallel zu einem Tagesgeldkonto genutzt. Weil es nicht möglich ist, ein Tagesgeldkonto für Überweisungen oder Bargeldverfügungen zu nutzen. So wird der benötigte Betrag von dem Tagesgeldkonto auf das Referenzkonto übertragen und kann dann wie gewohnt durch den Kunden genutzt werden. Viele Banken bieten auch eine Kombination von einem Tagesgeldkonto mit Girokonto an welches dann als Referenzkonto fungiert.

Sparerfreibetrag

Der deutsche Staat ermöglicht jedem Bürger den Sparerfreibetrag von der Versteuerung freizustellen. Jeder Anleger und Kunde der Bank kann einen Freistellungsauftrag für diesen Betrag stellen und erhält einen Sparerfreibetrag von 750 Euro und eine Werbekostenpauschale von 51 Euro. Für Ehepaare verdoppelt sich dieser Betrag und ergibt 1602 Euro.

Tagesgeld

Tagesgeld ist eine sehr gefragte Form der Geldanlage. Die Zinssätze sind sehr attraktiv und das Konto jederzeit voll verfügbar. Die einzige Einschränkung für den Kunden ist, dass eine angeforderte Summe zuerst auf ein Referenzkonto übertragen werden muss. So kann ein Tagesgeldkonto nicht zum täglichen Gebrauch verwendet werden, ist jedoch deutlich flexibler als ein Festgeldkonto. Auch die Sicherheit des angelegten Vermögens ist gegeben, da der deutsche Staat sowie die jeweilige Bank selbst für die Einlagensicherung sorgen.

Zinseszins

Der Zinseszins sorgt für einen positiven Effekt für den Anleger. Ein Zinseszins entsteht wenn der der Zinsertrag ausgehend von der bereits angelegten Summe auf das Anlegerkonto aufgeschlagen wird. Das heißt, dass sich der Betrag auf dem Konto vergrößert und somit weitere Zinsen abwirft. Je öfter die Bank Zinsen ausschüttet desto mehr profitiert der Anleger von dem entstehenden Zinseszins.

Zinsgutschrift

Die Zinsgutschrift ist die Ausschüttung des Zinsertrages in regelmäßigen Abständen. So kann die Zinsgutschrift quartalsweise, halbjährig oder nach einem Jahr erfolgen. Der Abstand hängt immer von dem jeweiligen Kreditinstitut ab und ist für den Anleger sehr wichtig. So kann der Anleger bei geringeren Abständen der Zinsgutschrift mehr von dem Zinseszins profitieren.



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